Der Weg
Der Weg
Original Ungarisch Text übersetzt in Deutsch
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Beschreibung
Liebe Unterstützer!
Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die von meinen letzten Jahren handelt, von tiefem Schmerz und Verlusten, von hartnäckigen Kämpfen und von dem Traum, der mir derzeit die größte Hoffnung und Motivation in meinem Leben gibt: der Pilgerweg El Camino.
Die letzten fünf Jahre waren extrem hart. Meine Alkoholprobleme haben mich leider in einen Strudel gezogen, der zu herzzerreißenden Verlusten geführt hat. Ich habe meinen Vater durch Selbstmord verloren, und einen Monat später starb auch meine Großmutter an den Folgen einer COVID-Erkrankung. Kaum ein Jahr später wurde auch mein bester Freund aus Kindertagen Opfer eines Selbstmords. Diese Reihe von Tragödien brachte mich an einen Tiefpunkt, sowohl seelisch als auch körperlich.
Glücklicherweise kam ich jedoch an einen Punkt, an dem ich eine Entscheidung treffen musste, und ich entschied mich für die Veränderung. Ich ging für ein halbes Jahr in eine Entzugsklinik und nehme seitdem regelmäßig an Therapien und Gruppentreffen teil, um meine Abstinenz aufrechtzuerhalten. Ich kann stolz sagen, dass ich seit über einem Jahr keinen einzigen Schluck Alkohol mehr getrunken habe. Das ist ein riesiger Kampf, und es lohnt sich jeden Tag, aber die Schatten der Vergangenheit begleiten mich noch immer.
Im Zusammenhang mit dem Alkohol entwickelten sich bei mir schwere Angstzustände, Panikstörungen und Depressionen, gegen die ich lange Zeit Stimmungsaufheller, Antidepressiva und Beruhigungsmittel einnahm. Ich freue mich, berichten zu können, dass ich diese Medikamente bereits seit einem Jahr abgesetzt habe, was ebenfalls ein riesiger Schritt auf dem Weg der Genesung ist. Die durch die Angst und die Krankheit verursachten psychischen Belastungen sind jedoch nicht vollständig verschwunden. Obwohl die Gruppen und Therapien mir helfen, keinen Alkohol zu konsumieren, bin ich noch auf der Suche nach innerem Frieden und einer neuen Richtung in meinem Leben.
Mein Leben hat sich noch nicht vollständig normalisiert. Ich habe 12 Jahre lang an einem Arbeitsplatz gearbeitet, wo ich Schritt für Schritt aufgestiegen bin. 2014 habe ich als Reinigungskraft angefangen, dann habe ich es geschafft, eine Stelle im Büro zu bekommen, und habe lange Zeit, insgesamt 12 Jahre, an einem guten Arbeitsplatz gearbeitet. Aufgrund meiner Alkoholprobleme habe ich jedoch auch diese Stelle verloren, weshalb ich mich nun in einer sehr schwierigen Lage befinde. Aufgrund meiner Herzerkrankung bin ich in meiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, was die Arbeitssuche und die Rückkehr in die Arbeitswelt extrem erschwert. Derzeit lebe ich ausschließlich von meiner Invaliditätsrente, was bedeutet, dass meine finanzielle Lage äußerst angespannt ist und ich keine Möglichkeit habe, Geld zu sparen.
Der El Camino ist für mich viel mehr als nur eine einfache Reise. Es ist eine tiefe spirituelle Reise, ein Heilungsprozess und ein Weg zu innerem Frieden und zu einem tieferen Verständnis meiner selbst. Ich habe ein sehr großes seelisches Bedürfnis nach dieser Reise. Ich habe das Gefühl, dass ich Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer auf diesem uralten Weg meine Verluste verarbeiten, meine Nüchternheit stärken, meine Ängste auflösen und mich selbst noch besser kennenlernen könnte. Ich möchte wissen, in welche Richtung ich mich in schwierigen Zeiten bewegen kann, um nicht erneut im Leben den Weg zu verlieren. Ich bin 34 Jahre alt und möchte die letzten fünf Jahre, die nun hinter mir liegen, nicht noch einmal durchleben. Ich möchte so schnell wie möglich und so tiefgreifend wie möglich eine Veränderung in mir bewirken, wofür diese Reise unverzichtbar ist.
Ich habe mir eine etwa 30-tägige Reise ausgesucht, für die ich erhebliche finanzielle Unterstützung benötige. Dieser Betrag ist für mich aufgrund meiner derzeitigen finanziellen Situation unerreichbar.
Deshalb wende ich mich an euch, an die Gemeinschaft, mit Demut und Hoffnung im Herzen. Ich bitte euch um eure Hilfe, damit ich den Camino gehen kann. Jeder noch so kleine Beitrag wäre ein riesiger Schritt, damit dieser Traum Wirklichkeit werden kann und ich diese entscheidende Reise zu meiner vollständigen Heilung und zu einem lebenswerteren Leben antreten kann.
Die gesammelten Gelder würde ich ausschließlich für meine Reisekosten (Flugticket/Busfahrkarte), die Unterkunft in den Albergues (Pilgerherbergen) und die Grundversorgung mit Mahlzeiten während der Reise verwenden.
Mit dankbarem Herzen bedanke ich mich für jede Unterstützung, jedes Teilen und jedes ermutigende Wort. Jedem Spender gilt mein besonderer Dank, und ich werde während der Reise auch an sie denken.
Mit Dank und Hochachtung,
Levente Szalai