id: kepg3w

Neuauflage des von József Somogyi aus Cserépváralja zusammengestellten Korpus

Neuauflage des von József Somogyi aus Cserépváralja zusammengestellten Korpus

 
Zoltán Major

HU

Original Ungarisch Text übersetzt in Deutsch

Originaltext anzeigen ungarisch

Original Ungarisch Text übersetzt in Deutsch

Originaltext anzeigen ungarisch

Beschreibung

Die Kirche in Cserépváralja gilt sowohl im Gesamtwerk des Architekten László Csaba als auch in der Geschichte der ungarischen Architektur als ein Werk von herausragender Bedeutung. Die Kirche wurde 1961 unter aktiver Mitwirkung der Dorfgemeinschaft fertiggestellt. Es ist die erste wirklich moderne Kirche der Nachkriegszeit. In den seither vergangenen 60 Jahren hat sich der Zustand der Kirche erheblich verschlechtert. Ihre Sanierung wurde

unternahm die ungarische Regierung im Jahr 2023. Zur Bedeutung der Kirche trägt neben ihren architektonischen Werten auch ihre kunsthistorische Bedeutung bei. László Csaba bezog zwei in jener Zeit hochgeschätzte und weithin anerkannte zeitgenössische bildende Künstler, Béla Kondor und József Somogyi, in die Gestaltung des Altarraums ein. Kondor schuf die Tür des Tabernakels, während Somogyi den Korpus gestaltete.

Der Korpus ist ein frühes Beispiel für Somogyis äußerst ausdrucksstarke Darstellungen, die ohne das Kreuz, allein durch den Anblick des Körpers, von den Qualen der Selbstaufopferung erzählen. Da die Kirchengemeinde kein Geld für den Bronzeguss hatte, schenkte Somogyi der Kirche das aus Gips gefertigte Modell. Die Skulptur wurde mit in den Rücken eingelassenen Haken an der Wand befestigt, sodass die Gliedmaßen frei in die Luft ragten – der Korpus schien so vor dem weißen Putz zu schweben. Die Gläubigen nahmen die Werke jedoch mit Ablehnung auf, die Tür des Tabernakels wurde übermalt und der Korpus in den Vorraum der Kirche verlegt. Deshalb reiste László Csaba nach Cserépváralja und entfernte die Werke in Absprache mit dem damaligen Pfarrer.

Die architektonische Sanierung sowie die Aufgeschlossenheit der Einheimischen und der Erben ermöglichen es, dass nicht nur die Kirche originalgetreu renoviert wird, sondern auch die Tabernakeltür und der Korpus an ihren ursprünglichen Platz zurückkehren. Das Gemälde hatte László Csaba zuvor auf eigene Kosten restaurieren lassen; die Erben des Architekten bewahrten es auf und regten nach Bekanntwerden der Gebäudesanierung an, das Gemälde wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückzubringen.

Die Skulptur wurde 2023 in einer Tischlerei bei den Erben gefunden. Die Lagerung dort bewahrte sie vor dem Verfall, doch sie war an mehreren Stellen beschädigt und stark verformt. Der Bildhauer János Meszlényi, ein Schüler von Somogyi, unterbreitete Vorschläge zur Identifizierung der Schäden und zur Prüfung der Restaurierungsmöglichkeiten. Sowohl die Gläubigen als auch die Erben würden es begrüßen, wenn neben der Tabernakeltür auch der Korpus an seinen ursprünglichen Platz zurückkehren könnte, doch sein derzeitiger Zustand lässt dies nicht zu. Die Baukosten haben die staatlichen Fördermittel vollständig aufgebraucht, und die Ersparnisse der örtlichen Gemeinde wurden in erster Linie für die Anfertigung der Kirchenmöbel

verwendet. Deshalb bitten die Architekten der Restaurierung (Partizan Architecture: Zoltán Major, Péter Müllner) und ihre Mitwirkenden um Unterstützung, damit dieses einzigartige Werk von József Somogyi wieder seinen ursprünglichen Glanz und Zustand erlangen kann.

Standort

Kommentare 1

 
2500 Zeichen
  •  
    Benutzer unregistriert

    The church has been beautifully and sensitively renovated. This renovation should be a model for the way buildings of this period are treated.

    100 €
Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Sollten Sie Bedenken haben, melden Sie bitte diese Spendenaktion über