Für immer mein – Druck eines Fotobuchs
Für immer mein – Druck eines Fotobuchs
Original Englisch Text übersetzt in Deutsch
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Beschreibung
ÜBER DAS PROJEKT:
Japan ist das einzige G7-Land, in dem nach einer Scheidung das Sorgerecht für ein Kind ausschließlich einem Elternteil zusteht. Ein Elternteil, der das Kind verliert, verliert alle elterlichen Rechte. Er hat kein Recht zu erfahren, wo das Kind lebt, wo es zur Schule geht, wie es sich fühlt. Er hat kein Recht auf Kontakt.
„An einem Tag bist du Elternteil, am nächsten nicht mehr. Die Polizei und das Gericht sagen: ‚Geh nach Hause, vergiss, dass du Elternteil warst! Stell dir vor, dein Kind wäre tot‘“, erinnert sich eine der Figuren der Serie.
Eltern können jedoch nicht vergessen. Tomas Savicas hat seine Tochter Gabriele vor mehr als acht Jahren zum letzten Mal gesehen. Er ertappt sich immer noch dabei, wie er auf der Straße in Kinderwagen nach seiner neun Monate alten Tochter sucht – so alt war Gabriele, als sie von seiner Ex-Frau aus ihrem Zuhause weggebracht wurde.
Ich hatte mehr als drei Jahre in Japan gelebt und hatte keine Ahnung von dieser berüchtigten Praxis. Ich erfuhr davon erst, als ich die Geschichte eines französischen Vaters, Vincent Fichot, kennenlernte, der in einem Akt der Verzweiflung – nachdem er bereits alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft hatte, um seine von seiner japanischen Frau entführten Kinder zurückzubekommen – beschloss, während der Olympischen Spiele 2021 in Tokio in den Hungerstreik zu treten. Damals verbreitete sich die Nachricht von elterlichen Entführungen in Japan weltweit und erreichte auch mich.
Ich war immer noch schockiert darüber, wie ungerecht und kinderrechtsverletzend das ist, und konnte nicht anders, als euch von dem Heldentum, aber auch von dem schrecklichen Trauma zu erzählen, dem Eltern täglich ausgesetzt sind, während sie gegen das japanische System kämpfen und trotz allem weitermachen. Dass viele von ihnen vor Gericht zu hören bekamen: „Vergesst, dass ihr jemals Eltern wart.“ Sie können es nicht vergessen.
Das Mock-up-Buch „Forever Mine“ (2021–2023) gehörte zu den Finalisten des Hong Kong Dummy Award 2023, und als Teil der Auszeichnung ist das Buch derzeit auf Fotobuchfestivals rund um die Welt unterwegs.
Das Projekt wurde 2022 und 2023 bei Kypotographie sowie beim Wojnowski Festival of Photography und zuletzt bei der Präsentation der Polish Women Photographers in Sopot im August dieses Jahres gezeigt.
WARUM IST DIESES FOTOBUCH WICHTIG?
Elterliche Kindesentführung ist für viele Familien in Japan eine schmerzhafte Realität, wo rechtliche und kulturelle Herausforderungen es Eltern erschweren, nach einer Trennung die Beziehung zu ihren Kindern aufrechtzuerhalten. Durch persönliche Geschichten sensibilisiert unser Fotobuch für die Komplexität und die emotionalen Auswirkungen der elterlichen Entfremdung von Kindern. Indem es reale Geschichten und Erfahrungen teilt, kann es dazu beitragen, die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger über die Schwere dieses Problems aufzuklären. Darüber hinaus ist dieses Buch ein Ort, an dem Eltern ihre Stimmen erheben konnten, die so oft übertönt und ungehört blieben.
WER BIN ICH?
Ich erzähle mit der Sprache der Fotografie von dem, was mich fasziniert, erfreut und was mich schmerzt. Im Mittelpunkt meines Interesses steht immer ein Mensch. Jener, dessen Schicksal ungerecht berührt wird oder der nicht die Macht hat, etwas zu verändern. Ich höre den Geschichten derer zu, die im Schatten der großen Welt leben, oft am Rande des sozialen und wirtschaftlichen Lebens. Ich versuche, die Veränderungen festzuhalten, die sich in der heutigen Gesellschaft vollziehen. Mich interessiert, was neu ist und was gerade zusammen mit der Generation, die geht, im Verschwinden begriffen ist.
Die Zeit und die Geschichten, die mir jemand bereitwillig anvertraut hat, sind für mich eine Belohnung, und gleichzeitig freue ich mich, dass meine Arbeit von vielen Juroren aus der Welt der Fotografie und des Films gewürdigt wurde. (Preisträgerin des World Press Photo Award und des jährlichen MKIDN Award (2013), Gewinnerin von 8 Auszeichnungen beim Grand Press Photo-Wettbewerb, darunter zwei Grand Prix, wo sie seit der 6. Ausgabe als Jurorin tätig ist. Sie absolvierte die PWSFTviT in Łódź und die Schule für Film und Dokumentartheater in Moskau. Mitglied des Canon Ambassador Program (2013–2018), von Women Photographers und Polish Women Photographers.
Ich liebe es, unterwegs zu sein. Ich habe in Warschau, Moskau, Tokio, Hongkong und Bukarest gelebt und gearbeitet. www.annabedynska.pl
ÜBER DAS BUCH:
Fotos und Text: Anna Bedyńska
Grafikdesign: Anna Bedyńska, Andrzej Dobosz / dobosz.studio
Projektkurator: Adrian Wykrota
Sprachen: ENG / JP
Herausgeber:
Stiftung Pix.house www.pix.house
Format (ungefähr) 15 x 21 mm
Seitenzahl: 300
Auflage: 400
Versand: ab 1. Oktober 2024
Buchvorstellung: 23. September 2024 im Rahmen der Pixhouse-Residenz und Ausstellung
Was wir brauchen
Um dieses Projekt abzuschließen, suchen wir Unterstützung zur Deckung der Druckkosten. Das Buch ist bereits gestaltet und wurde beim Hong Kong Dummy Award ausgezeichnet, was dazu geführt hat, dass es auf zehn Fotofestivals zu sehen war, darunter in Kassel, Arles, Aarhus usw.
Dein Beitrag hilft uns dabei, ein wunderschönes Fotobuch zu schaffen, das nicht nur als visuelle Erzählung dient, sondern auch als Instrument für soziale Dokumentation und Bildung.
Was Sie erhalten
Als Dank für Ihre großzügige Unterstützung bieten wir eine Reihe von Belohnungen an, darunter